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Sportland | 22.02.2010 21:05 Uhr

Niedersachsenderby: Hannover 96 - VfL Wolfsburg

Der Hannoveraner Hanno Balitsch (r., verdeckt) setzt sich gegen die Wolfsburger Alexander Madlung (M.) und Andrea Barzagli (r.) durch.  © AP
große Bildversion anzeigen Hanno Balitsch, Hannover 96, gegen Alexander Madlung und Andrea Barzagli vom VfL Wolfsburg

Am 28. Februar empfängt Hannover 96 den VfL Wolfsburg zum Niedersachsenderby der Fußball-Bundesliga. Das Hinspiel konnte der VfL im September mit 4:2 gewinnen. Der VfL war die klar dominierende Mannschaft und hätte durchaus höher gewinnen können. In der inoffiziellen Niedersachsenmeisterschaft hatte der VfL also vorgelegt. Doch vor dem Hintergrund der aktuellen sportlichen Situation beider Vereine tritt die bei den Fans beliebte Frage nach der Nummer 1 in Niedersachsen in den Hintergrund. In Hannover beherrscht die Angst vor dem Abstieg die Gemüter der Fans. Und auch der VfL Wolfsburg hat trotz Trainerwechsel und unbestritten guter Leistungen in den letzten Spielen die sportliche Talfahrt bisher nicht stoppen können.

Der Deutsche Fußball-Meister in stürmischer See

Armin Veh  © dpa
große Bildversion anzeigen Der ehemalige VfL-Trainer Armin Veh

Als frisch gebackener Deutscher Meister und begleitet von großen Erwartungen seiner Fans ging der VfL Wolfsburg in die laufende Saison. Als Trainer war Armin Veh verpflichtet worden. Seine Aufgabe sollte es sein, die Wölfe unter den Spitzenteams der Liga zu platzieren. Doch es folgte der Abschied aus der Championsleague und dem Pokalwettbewerb, begleitet von einer beängstigenden Talfahrt in der Liga. Die Wölfe fanden sich plötzlich in der unteren Tabellenhälfte wieder. Die Vereinsoberen reagierten in der Winterpause: Mit Dieter Hoeneß wurde ein erfahrener Manager verpflichtet. Zuvor hatte Armin Veh das Amt neben seinem Trainerjob ausgeübt.

Spielfreude und Siegeswille

VfL-Interimstrainer Lorenz-Günther Köstner © AP
große Bildversion anzeigen VfL-Trainer Lorenz-Günther Köstner

Als nach dem Start der Rückrunde weitere Niederlagen in Stuttgart und im Heimspiel gegen Köln folgten, wurde Trainer Armin Veh durch Lorenz-Günther Köstner ersetzt. Dem neuen Mann, der zuvor die zweite Mannschaft der Wölfe trainiert hatte, gelang es offenbar, seinen Spielern kurzfristig die schon verloren geglaubte Spielfreude und den Siegeswillen zurückzugeben. Die Wölfe bissen wieder, aber es fehlten vorerst die Siege. Immerhin gab es im Hinspiel der Europa League ein viel beachtetes 2:2-Unentschieden beim spanischen Vertreter FC Villarreal.

Abstiegsangst in Hannover

Mirko Slomka © fishing4
große Bildversion anzeigen 96-Trainer Mirko Slomka

Bei Hannover 96 begann die aktuelle Saison mit einem Paukenschlag. Bereits nach zwei Spielen, geprägt durch eine Niederlage und ein Unentschieden, folgte die Trennung von Trainer Dieter Hecking. Doch auch unter Nachfolger Andreas Bergmann blieb der Verein erfolglos. Nach 16 Spielen ohne nennenswerten Erfolg musste auch Bergmann seinen Hut nehmen. Nachfolger und damit dritter Trainer der Roten in der laufenden Saison wurde Mirko Slomka. Der ehemalige A-Jungend-Coach und Co-Trainer der Roten blieb zunächst ohne Fortune und kassierte vier Niederlagen. Vorläufiger Tiefpunkt: die 1:5-Niederlage im Heimspiel gegen Werder Bremen. Inzwischen vertraut der Verein zusätzlich auf die Hilfe zweier Psychologen.

In der Sendung Sportland am 22. Februar diskutiert Redakteur Peter Berg mit seinen Gästen die aktuelle sportliche Lage der Vereine Hannover 96 und VfL Wolfsburg und blickt voraus auf das Derby.

In die Sendung eingeladen sind unter anderem:

  • Martin Kind, Präsident von Hannover 96 
  • Dieter Hoeneß, Manager des VfL Wolfsburg
  • Lorenz-Günther Köstner, Trainer des VfL Wolfsburg
  • Felix Magath, Cheftrainer und Manager des FC Schalke 04

Redaktion und Moderation: Peter Berg

Stand: 19.02.2010 10:25
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