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Die Ziele der Braunschweiger Basketballer waren hoch gesteckt. In dieser Saison sollten die Spieler aus der Löwenstadt endlich oben in der Tabelle angreifen. Doch die Korbjäger stürzten sich und die Fangemeinde einmal mehr in ein Wechselbad der Gefühle. Nach zahlreichen Verletzungen herrschte mehr Frust als Lust in der Mannschaft und auf der Tribüne. So nach dem 88:82-Sieg im Niedersachsenderby gegen Göttingen im Dezember 2009: Kaum waren die Freudengesänge über den Heimsieg verklungen, holte die raue Realität der Liga die Fans und die Spieler wieder ein. Mit Nate Fox hatte sich ein weiterer Leistungsträger verletzt und steht dem Club voraussichtlich bis zum Saisonende nicht mehr zur Verfügung. Zuvor hatte sich bereits Wurfspezialist Michael Hicks mit einem Knorpelschaden im Handgelenk für mehrere Wochen abgemeldet.
Neuer Hoffnungsträger der Braunschweiger ist Marcus Goree. Der Texaner ist ein guter Bekannter im europäischen Basketball. Die Fans der Bundesliga kennen Goree unter anderem aus seiner Zeit in Frankfurt. Auch in der Basketball Euroleague, vergleichbar mit der Championsleague im Fußball, sorgte er für Furore. Mit ZSKA Moskau gewann Goree vor zwei Jahren das Euroleague Finale. Nach einer Schulterverletzung musste der 32-jährige Abwehrspezialist in diesem Jahr einige Monate pausieren und hatte zunächst die Angebote anderer Vereine abgelehnt.
Die Verpflichtung Gorees gilt in Basketballkreisen als kleine Sensation. Vor allem seit bekannt wurde, dass mehrere internationale Spitzenklubs ihr Interesse bekundet hatten.
Die Grundlage für die sportliche Aufwärtsentwicklung soll der neue Chefcoach Sebastian Machowski legen. Der Trainer überzeugte und überraschte die eigenen Fans wie die Gegner zunächst mit neuen taktischen Varianten. "Wir spielen aggressiv gegen den Ball und versuchen schnell zu kontern", so der Coach. Doch mehr mochte er über seine ausgeklügelte Taktik nicht verraten. Allerdings, so Machowski, sei das alles Makulatur, wenn die Leistungsträger ausfallen. Dann müsse eben die basketballerische Hausmannskost helfen.
Mit den Teams aus Oldenburg, Quakenbrück, Braunschweig und Göttingen spielen vier Klubs aus Niedersachsen in der Bundesliga. Mit den Eisbären aus Bremerhaven sind es sogar fünf Vereine aus dem Sendegebiet von NDR 1 Niedersachsen. In der vergangenen Saison setzten sich die Baskets aus Oldenburg an die Spitze der 18 Teams der Bundesliga und holten den Meistertitel. Ein toller Erfolg für Niedersachsen wie für die Basketballklubs und deren Bemühungen um den Leistungssport. Denn auch an den anderen niedersächsischen Standorten haben sich Basketballhochburgen entwickeln können.
Oliver Braun, der Geschäftsführer und Sportdirektor der Braunschweiger, sieht die befruchtende Wirkung der Konkurrenz im eigenen Land. So sorgten unter anderem die zahlreichen Derbys dafür, die Popularität des Basketballs zu steigern.
Spitzensport, so Braun, sei nur mit der Unterstützung der Wirtschaft möglich. Sein Klub fände dabei in der Braunschweiger Wirtschaft einen soliden Rückhalt. Allerdings wollen Unternehmen auch Erfolge sehen. Das dürfe jedoch nicht zu einem Aktionismus um jeden Preis führen. Die Unternehmen der Wirtschaft erwarten, so Braun, grundsätzlich ein solides und seriöses Handeln der Verantwortlichen in den Sportvereinen. Er sei daher froh, dass sich in Braunschweig eine Vertrauensbasis mit den Wirtschaftspartnern des Vereins entwickelt habe, die eine dauerhafte Zusammenarbeit ermögliche.
Trotz des Verletzungspechs hoffen die Braunschweiger weiterhin in den Kampf um die Meisterschaft eingreifen zu können. Dabei setzen sie auch auf die Basketballbegeisterung in der Region. Denn immerhin wird in Braunschweig seit mehr als 100 Jahren Basketball gespielt. Das erste Spiel wurde bereits 1896 veranstaltet. Von Braunschweig ausgehend haben sich dann die herausragenden Basketballstandorte Wolfenbüttel und Göttingen entwickeln können.
"Wenn ich die Geschichte des Basketballs in der Region anschaue", so Franz Matthies, Präsident des Braunschweiger Stadtsportbundes, "dann sind unsere Stadt und unser Verein einfach reif für die Meisterschaft." Der Wunsch des Präsidenten ist verständlich. Immerhin hat er den Basketballern in der Vergangenheit in seiner Eigenschaft als Braunschweiger Sportchef mehrfach in wirtschaftlich schwieriger Lage geholfen. "Es ist uns gelungen, die positiven Kräfte für den Basketballsport zu bündeln", so Matthies weiter. Doch das sei jetzt Geschichte, der Verein sei sportlich und wirtschaftlich auch dank der Sponsoren auf einem guten Weg. Jetzt gelte es oben anzugreifen.
Redaktion und Moderation: Peter Berg
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Die Phantoms besiegten das Tabellenschlusslicht der BBL mit 90:65. (Meldung vom 21.01.2010)
Die Niedersachsen gewinnen in eigener Halle mit 66:62. (Meldung vom 22.01.2010)
Ein prominenter Name half mit beim Aufstieg. Das sind die Artland Dragons Quakenbrück.
Die einzige Konstante ist der Wechsel, vor allem beim Namen. Das sind die Phantoms Braunschweig.
Das Aushängeschild einer basketballbegeisterten Region: Das sind die Baskets Oldenburg.
Nach den Frauen spielen auch die Männer in der Bundesliga mit: Das ist die BG Göttingen.
Dank einer Wildcard spielen die Norddeustchen weiter in der BBL: Das sind die Eisbären Bremerhaven.