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Erst einmal abwarten und Tee trinken, so heißt ein beliebtes Motto für Leute, die nichts überstürzen wollen. Und tatsächlich ist die Tasse Tee für viele eine Art Ritual geworden. Während der morgendliche Kaffee als schneller Wachmacher gilt, nimmt man sich für einen Tee schon mehr Zeit. Das, und natürlich der Tee selbst, ist gesund, sagt Gesundheitsredakteurin Gabriele Hausmann.
Schwarzer und grüner Tee stärken nach neuesten Erkenntnissen das Immunsystem. Dafür sind spezielle Aminosäuren verantwortlich, die im Tee enthalten sind. Es gibt sogar Untersuchungen, die nachweisen, dass Mundspülungen mit schwarzem Tee den Bakterienrasen auf den Zähnen reduzieren, so dass deutlich weniger Karies entsteht. Allerdings verfärben sich dabei die Zähne.
Außerdem kann das Teetrinken beruhigen. Frisch aufgebrühter Tee soll zwischen zwei und fünf Minuten ziehen. Wer etwas länger als fünf Minuten wartet, kann eine beruhigende Wirkung erzielen. Nach einem adventlichen Arbeits- und Einkaufstag ist das eine schöne Möglichkeit Stress abzubauen.
Generell gilt das auch für den schnellen Tee aus dem Beutel, denn auch der muss eine bestimmte Zeit ziehen. Doch wer Tee liebt, wird den Teebeutel verabscheuen, denn Beuteltee ist nicht so schön geschnitten, wie loser Tee aus der Dose. Dass sich allerdings nur winzige Tee-Staubpartikel im Beutel befänden, ist so nicht richtig. Für die Tasse im Büro gibt es durchaus auch Qualität im Beutel. Aber den losen Tee können Liebhaber sorgfältiger zubereiten.
Das geht schon los beim Einkaufen. Anfänger lassen sich am besten in einem guten Tee-Fachgeschäft beraten. Dort können sie mitunter verschiedene Sorten vor dem Kauf probieren. Dabei gelten ein paar goldene Regeln: Ob Assam, Ceylon, Darjeeling oder die Mischung aus allem, Earl Grey: Die Teekanne muss mit heißem Wasser ausgespült und vorgewärmt sein. Pro Tasse kommt ein Teelöffel Tee in ein Sieb, das Ganze mit kochendem Wasser überbrühen. Grüner Tee verträgt übrigens nur 70 Grad heißes Wasser. Nach zwei bis fünf Minuten das Teesieb entfernen, dann kann es losgehen mit dem Genießen.
Egal, ob Früchtetee, grüner Tee, schwarzer Tee, Kräutertee oder aromatisierte Sorten: Wichtig ist, dass es schmeckt. Auch Pfefferminztee, aufgebrüht mit frischen Pfefferminzblättchen, ist für viele ein wahrer Genuss. Vermutlich ist Tee noch mehr Geschmackssache als Kaffee.
Am teuersten zumindest ist weißer Tee. "Weiße Pfingstrose", "Wassergeist" oder "Silbernadel" sind exklusive Sorten aus China. Wegen der hohen Konzentration an Antioxidantien sind sie sehr gesund und außerdem sehr fein und blumig im Geschmack. Weißer Tee wird auch nicht bitter, weil nur die noch geschlossenen Knospen der Teepflanze verwendet werden - und zwar rund 30.000 Knospen für ein einziges Kilogramm. Für 100 Gramm "Silbernadel" oder auch "Silver Needle" können Teefreunde schon mal zwischen 20 und 25 Euro hinblättern.
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