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Alles, was gut tut! | 05.03.2010 10:45 Uhr

"Mahlzeit!" - Entspannung in der Mittagspause

Ein Mann stützt seinen Kopf auf die Hand und blickt resigniert in die Kamera. © Picture Alliance / CHRISTIAN ZACHARIASEN Fotograf: CHRISTIAN ZACHARIASEN
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Für viele zeichnet es sich bereits am Morgen ab: Die Mittagspause fällt wieder aus. Zu viele Termine - da ist die Pause einfach nicht drin. Doch das Gute liegt genau im Gegenteil: Niemand kann es sich leisten, auf Dauer keine Pause zu machen. Denn wo soll die nötige Energie herkommen? Jeder Leistungssportler weiß, wie wichtig der Rhythmus zwischen Anspannung und Entspannung ist: Ohne Pause keine Leistung. Das gilt für Sportler und Handwerker ebenso wie für Menschen, die im Büro arbeiten.

Dauerstress birgt gesundheitliche Risiken

Manchmal, selten, darf die Pause ausfallen. Die Regel sollte das aber nicht sein. Trotzdem belegt eine Umfrage, dass jeder Vierte in seiner Mittagspause einfach weiterarbeitet. Das kann gefährlich werden. Die Deutsche Schlaganfallhilfe, die diese Umfrage zusammen mit der DAK in Auftrag gegeben hat, warnt vor gesundheitlichen Risiken durch Dauerstress. Im Job ständig angespannt, anschließend in Windeseile nach Hause und weiter geht es mit Einkauf, Familie und Haushalt - das kann leicht schiefgehen. Die Folgen können bis zum Schlaganfall reichen.

Aktivität und anschließende Entspannung

In gewisser Weise gestalten Mittagspausen das ganze Leben gesünder. Es kommt allerdings auch darauf an, wie die Pause aussieht. Wer schnell etwas isst und sofort wieder ins Büro hastet, tut sich keinen Gefallen. Besser ist eine kleine Aktivität mit anschließender Entspannung. Zum Beispiel ein nicht zu schweres Essen mit Salat, Obst oder wenigstens Obstsaft und anschließend ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft. Das Ganze muss nicht lange dauern. Doch danach geht sich die zweite Tageshälfte viel gelassener an und es ist wieder genug Kraft für die Arbeit da.

Mittagessen im Büro

Mensch beißt in ein Käsebrötchen © dpa-Report Fotograf: Fredrik von Erichsen
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Ein guter Trick ist es, Mittagspausen fest mit der nötigen Zeit einzuplanen. Wer einen Terminkalender für Besprechungen, Sitzungen und andere wichtige Dinge hat, kann sich auch seine Mittagspause eintragen. Was offiziell im Terminplan steht, wird meistens auch eingehalten.

Wer seine Pause trotzdem einmal ausfallen lassen muss, sollte wenigstens etwas essen. Das gute alte Pausenbrot schmeckt auch am Telefon oder Computer. Wichtig ist, dass der Körper um die Mittagszeit überhaupt etwas bekommt. Am besten etwas Leichtes und nicht zu viel Zucker. Der Zucker hält sich zwar prima auf den Hüften, aber nicht im Gehirn, wo er mittags dringender gebraucht wird. Deshalb: Zur Not tut es ein mitgebrachtes Wurstbrot, ein Stück Obst, ein Joghurt, ein kleiner Salat. Und eine kurze "Denkpause" am offenen Fenster. Wir können eben immer nur so viel Energie verbrauchen, wie wir zur Verfügung haben.

Bewegungshäppchen im Alltag

Grundsätzlich reicht das bisschen Bewegung in der Mittagspause allerdings nicht aus. Wer im Büro arbeitet, kann sich auch hier zusätzliche Bewegung verschaffen: Hin und her gehen beim Telefonieren, aufstehen, um Unterlagen aus dem Schrank zu holen, ins Nachbarbüro gehen statt zu telefonieren. Das alles hält nicht lange auf, ist aber effektiv.

Raus aus der Routine

Die nächste Pause steht übrigens direkt nach dem Feierabend an. Gestresste sollten einmal probieren, den Nachhauseweg zu verändern, zum Beispiel mit dem Rad fahren, ein Stück zu Fuß gehen oder unterwegs eine kleine Spazierpause einlegen, ehe es zu Hause weitergeht. So etwas wirkt Wunder, kostet nur ein Viertelstündchen und macht Kopf und Körper wieder fit.

Autorin/Autor: Gabriele Hausmann
Stand: 04.03.2010 14:40
Autorin
Gabriele Hausmann, NDR 1 Niedersachsen © NDR Fotograf: Christian Wyrwa

Gabriele Hausmann

Steckbrief der NDR 1 Niedersachsen Redakteurin.

Weitere Informationen
Hand und Bein in Yogasitz-Haltung © picture-alliance/dpa

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